Theatertexte - Interner Bereich

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Aufführungsrechte

Jede Aufführung ist nur gestattet nach Genehmigung durch die
Verlag für Kindertheater
Weitendorf GmbH

Aufführungsbedingungen und AGBs

Verlag für Kindertheater

Der Verlag für Kindertheater feiert in diesem Jahr sein 40jähriges Bestehen. Auf www.kindertheater.de finden Sie alle Bühnenwerke der Klassiker der Kinder- und Jugendliteratur: Otfried Preußler, Astrid Lindgren, Paul Maar, Erich Kästner und viele mehr. Auch zeitgenössische Dramatikerinnen und Dramatiker - wie Martin Baltscheit, Katja Hensel, Stefan Schroeder oder Reihaneh Youzbashi Dizaji sind dort mit ihren Stücken vertreten. Im Programmbereich "junge töne" finden Sie Kinderopern, zeitgenössisches Musiktheater und Musicals für junges Publikum.

Uraufführung "Räuberhände" von Finn-Ole Heinrich am Thalia Theater Hamburg

Foto: Dylan Thomas

Am 16.08.2013 wird "Räuberhände" am Thalia in der Gaußstraße uraufgeführt werden. Die Bühnenbearbeitung schrieb Michael Müller, Regie führt Anne Lenk.
Mehr zum Stücktext können Sie hier lesen.
Informationen zur Aufführung finden Sie auf www.thalia-theater.de.

 

Neue Komödien von Stefan Schroeder

Aufräumen mit Alfons

2 D - 3 H, UA: Theater an der Volme (08.03.2013)

Alfons bekommt nie Besuch. Er will auch nicht besucht werden. Ebenso wenig will er das Haus verlassen oder seinen Tagesablauf ändern. Denn Alfons verbringt jeden Tag gleich, er trinkt Tee und sortiert seine Zeitungen und vor allem: er bleibt zu Hause, allein. Doch dann geschieht leider das Unfassbare: Es klingelt an seiner Haustür. Trotz seiner beharrlichen Versuche, das Läuten zu ignorieren, sieht Alfons sich schließlich genötigt, den Eindringlingen die Tür zu öffnen. Obwohl sie sich eigentlich nur in der Hausnummer geirrt haben, bringen die junge Tine und ihre enervierende Mutter Dorothea unter der Ankündigung, nur ein bisschen aufräumen zu wollen, sein geordnetes Leben gnadenlos durcheinander. Je mehr Teetassen allerdings im Verlauf des Aufräumens zertrümmert werden, um so näher kommen sich die drei, um so mehr Einblicke gewähren sie langsam in ihre Ängste und Wünsche. 
"Dass Tine nicht ganz so harmlos ist wie sie tut und wodurch die Biographien aller drei Figuren ihrer Kratzer bekommen, offenbart das Stück erst nach und nach und zeigt damit hinter der Komödie eine erstaunliche Vielschichtigkeit. (...) Dem Team vom Theater an der Volme gelingt und seinem Autor und Regisseur Stefan Schroeder gelingt mit "Aufräumen mit Alfons" nicht nur eine erfrischende Komödie, sondern auch ein Stück mit Tiefgang über das Zuhören und den Respekt voreinander."
Westfalenpost / Westfälische Rundschau

Autorenfoto: Bettina Stöß

 

Der Abend ihres Lebens

1 D - 2 H, UA: Theater am Fluss, Schwerte (22.03.2013)

Ein Abend, drei Leben und drei Sichtweisen. Ein alternder Regisseur, eine deutlich jüngere Schauspielerin und ein Kellner treffen in einem Lokal aufeinander. Der Regisseur, weil er verliebt ist in die Schauspielerin (jedoch noch mehr in sich selbst), die Schauspielerin, weil sie eine alte Rechnung begleichen will. Der Kellner, der scheinbar nur seinen Job macht, ist am Ende möglicherweise der einzige Spielmacher. Was die drei Charaktere der Komödie nur einmal erleben, aus ihrer jeweils eigenen Sicht heraus, erlebt der Zuschauer somit drei Mal. Jede Erzählung dieses denkwürdigen Abends bringt neue Hintergründe ans Licht und nur der Zuschauer kann die Geschehnisse und die Komik dieses Abends vollends erfassen. 

 

NEU!

Der Verlag chronos theatertexte vertritt die Bühnenrechte an ausgewählten Werken des Atrium Verlags. 
Eine Neuerscheinung möchten wir Ihnen besonders empfehlen.

Sarah Diehl: Eskimo Limon 9

Willkommen in Niederbrechen: Eine jüdische Familie zieht in die hessische Provinz.
Eskimo Limon 9 ist ein Culture-Clash der besonderen Art, bei dem die eine Seite eigentlich nur in Ruhe arbeiten, die andere jedoch um jeden Preis aufarbeiten will. Mutig, blitzgescheit und mit rasantem Witz unterzieht Sarah Diehl die deutsche Gedenkkultur einem radikalen Praxistest, der gleich zwei Vorstellungswelten platzen lässt.
Vor einem frisch verputzten Reihenhaus in einem kleinen hessischen Dorf fährt ein Taxi vor. Auftritt Familie Allon aus Tel Aviv: Vater Chen, Mutter Ziggy und der elfjährige Eran beziehen ihr neues Heim. Während die Allons sich gemütlich einrichten, stellt sich für die alarmierte Dorfgemeinschaft die bange Frage: Wie geht man mit den Neuen um? Während sich Chen in die Arbeit stürzt und Ziggy versucht, sich mithilfe des altlinken Dorfkauzes Rainer Koffel in der neuen Heimat zurechtzufinden, klärt Eran seine interessierten Mitschüler darüber auf, dass die Eis am Stiel-Filme, anders als von der Dorfjugend vermutet, nicht aus Italien, sondern aus Israel kommen – wo sie Eskimo Limon heißen. Während also kein Mangel an Gesprächsstoff besteht und die Voraussetzungen für eine gelungene Integration eigentlich bestens sind, verspürt die Dorfbevölkerung das zunehmende Bedürfnis, unter Zuhilfenahme der Zugezogenen das Dritte Reich aufzuarbeiten. Dabei tritt in einem Reigen von Missverständnissen die Wahrheit zutage: Die Deutschen wissen zwar vieles über Judenvernichtung – aber kaum etwas über Juden …

Die Rechte zur Dramatisierung und Uraufführung sind frei. Bei Interesse wenden Sie sich an Juliane Lachenmayer, chronos(at)vgo-chronos.de

Foto: Frank Schwarz

 

 

"…und dann wirft er Fäden aus,
bunte Fäden,
weit hinaus…"

 

Friedrich Glauser: Matto regiert

Für die Bühne bearbeitet von Stefan Schroeder

Zu nachtschlafender Zeit wird Wachtmeister Studer aus dem Bett geklingelt. Ein alter Bekannter bittet ihn um seine Hilfe: Dr. Laduner, leitender Arzt in der Heil- und Pflegeanstalt Randlingen, erzählt, dass der Patient Pieterlen ausgebrochen sei und der Direktor der Anstalt vermisst werde. Pflichtbewusst und sorgfältig macht sich der Studer an die Arbeit, findet den Direktor, findet den Pieterlen, löst sogar den Fall um den unglücklichen Patienten Herbert Caplaun. Und dennoch kommt es ihm am Ende so vor, als habe er nichts begriffen. Denn in der Anstalt regiert „Matto", der Geist, der die Grenze von Vernunft und Wahnsinn einreißt. Alle gesicherten Erkenntnisse zerrinnen dem Studer zwischen den Fingern, Indizien werden nutzlos und selbst auf seine gute Menschenkenntnis kann er sich nichts mehr einbilden. Wenn er glaubt, Matto auf die Spur gekommen zu sein, so hat er gerade mal einen winzigen Blick in die tiefen Abgründen der menschlichen Psyche getan.
Glausers Figuren behalten diese Abgründigkeit durchgängig. Ihre Motivationen und Handlungen werden nur scheinbar erklärt und bleiben zugleich unverständlich, fremdartig. Dicht unter der Oberfläche gerät das Konstrukt der Kriminalgeschichte aus den Fugen, wird es unwichtig, wer am Ende der Täter, wer das Opfer war, denn dunkel bleiben die Gründe der Taten und nur noch schmal ist der Grat, durch den die ‚Gesunden’ von den ‚Kranken’ geschieden sind. So trifft auf „Matto regiert" bereits zu, was beinahe 30 Jahre später Michel Foucault seiner Untersuchung zu „Wahnsinn und Gesellschaft" voranstellen wird: „Man könnte die Geschichte der Grenzen schreiben - dieser obskuren Gesten, die, sobald sie ausgeführt, notwendig schon vergessen sind -, mit denen eine Kultur etwas zurückweist, was für sie außerhalb liegt."

"In diesem Werk Glausers ist auch ein surrealistisches, ein visionäres Element, Einfühlung für die Verrückten und ihre andere Welt: Ich kann mich nicht mehr über Verrückte wundern, die Stimmen hören, denn ich habe selbst das Unsichtbare sprechen gehört. Der Roman Matto regiert spielt in einem Irrenhaus, und das Irrenhaus wiederum ist hier - wie schon oft - ein Bild für die Welt."
(Die Zeit, Dieter Bachraann, 20. Juli 1973)

Friedrich Glauser wurde 1896 in Wien geboren. Seit seinem 21. Lebensjahr war er stark morphinabhängig. Wegen dieses „liederlichen und ausschweifenden Lebens" ließ ihn sein Vater entmündigen und verschickte ihn in die Fremdenlegion. Nach zwei Jahren kehrte er malariakrank aus Marokko zurück und versuchte fortan, sich mit harten Gelegenheitsarbeiten über Wasser zu halten. Immer wieder musste er den verhassten Vater um Geld anbetteln, wurde er wegen Drogenkonsums festgenommen und in Heilanstalten zwangseingewiesen. Mehrmals versuchte er, in Entziehungskuren zu genesen, es gelang nicht. Am Vorabend der geplanten Hochzeit mit der Krankenschwester und treuen Gefährtin Berthe Bendel, die er seit 1933 kannte, brach er zusammen und starb in den ersten Stunden des 8. Dezember 1938 in Nervi bei Genua.
„Friedrich Glauser war der erste deutschsprachige Schriftsteller, der sich ernsthaft mit dem Kriminalroman auseinander setzte. Mit seinem Konzept der Atmosphäre hat er das Genre grundlegend erweitert und ihm neue Tiefe gegeben. Seine Krimis stehen am Anfang der Entwicklung dieser Gattung im deutschsprachigen Raum und er wird zu Recht als der Vater des deutschsprachigen Kriminalromans bezeichnet." (www.krimilexikon.de)

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Erich Kästner: Fabian. Die Geschichte eines Moralisten.

Im Berlin der großen Weltwirtschaftskrise, am Vorabend der Machtübergabe an Hitler, scheitert Fabian ganz still und leise - weil er nicht schwimmen kann.
Er verliert seine Stellung, seine Freundin Cornelia und dann seinen einzigen Freund Labude, der sich 'fälschlicherweise' umbringt. Fabian ist ein Moralist und versucht doch nach Kräften, es nicht zu sein. Er stürzt sich ins Nachtleben und in zügellose Abenteuer. Aber es ekelt ihn ebenso vor den antibürgerlichen Affairen wie vor der bürgerlichen Scheinheiligkeit. Er verabscheut die Rechten, gehört aber auch nicht zu den Linken. Fabian hält sich raus und schwimmt dennoch mittendrin.
Zu seinem Leben passt sein Ende: Fabian ertrinkt, ganz still und leise.

In Absprache mit dem Verlag sind eigene Adaptionen des Romans möglich. Wir freuen uns auf spannende Bühnenumsetzungen.