chronos theatertexte

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Titeldetails

Vom König, der auszog

Monolog

von Stefan Schroeder

Der König lebt in einem großen, formidablen Königsschloss mit vielen Zimmern, vielen Türmen, großen Fenstern und goldenen Türklinken. Er bekommt jeden Tag sein Lieblingsessen und wird von vorne bis hinten verwöhnt. Es fehlt ihm an nichts. Doch eines Tages entdeckt er, dass ein goldenes Schloss auch ein goldener Käfig sein kann und es drängt ihn hinaus in die Welt. Schon bald stellt er allerdings fest, dass seine wichtige Krone jenseits des goldenen Tors nichts mehr wert ist, dass er sich plötzlich überhaupt nicht mehr auskennt und sich recht alleine fühlt. Auf seinem langen und abenteuerlichen Weg trifft er Verführer und Blender, aber auch Helfer. Er muss lernen selbst zu entscheiden, welcher Stimme und welchem Weg er folgen will. Er macht Fehler und muss Rückschläge in Kauf nehmen, aber manchmal ist auch ganz einfach das Glück auf seiner Seite. Und der König findet einen Freund fürs Leben - oder für einen Augenblick, der wie ein ganzes Leben scheinen kann. Als er schließlich in sein Schloss zurückkehrt, ist er nicht nur älter und klüger, sondern er ist bereit, die Krone an den nächsten jungen König weiterzureichen.

Als Stellvertreter für das aufwachsende Kind, das drängt, die Welt jenseits seines Spielzimmers kennen zu lernen, durchlebt der König das Abenteuer eines ganzen Lebens. Stefan Schroeder erzählt von dieser Reise in wunderbar poetischen Worten, er findet starke assoziative Bilder für die Unwägbarkeiten und Überraschungen des Lebens. Nichts ist auf diesem Weg vorgezeichnet, das Königskind und der Zuschauer stehen vor der gleichen Aufgabe.

Besetzung: 1 Schauspieler/in (mit Figurenspiel)
Alter: empfohlen ab 4
Uraufführung: frei zur UA


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